Donnerstag, 09.08.2018

Von Skagway mit der Fähre nach Juneau

Zur Abwechslung ein Wasserbett;)Der erste Blick aus dem Zelt.Das Wasser steht tatsächlich unter mir.

… leider konnte ich im Halbschlaf die ganze Nacht den Regen hören und morgens immer noch. Als ich dann um acht doch mal die Brille aufgesetzt und den Reißverschluss vom Zelt aufgemacht habe, war meine erste Reaktion „oh“. Zur Abwechslung ein Wasserbett. Meine Schuhe standen einen halben Finger tief im Wasser und die Hälfte vom Zelt ebenfalls. Erstaunlicherweise lag ich auf meiner Isomatte noch im Trockenen. Ich habe mich dann schnell angezogen und mich dann noch eine Stunde im trockenen Duschgebäude vergnügt, bis der Waschsalon um Neun wieder öffnete und ich an all meine Sachen konnte. Das Zelt musste ich dann anschließend in Regenhose und Regenjacke im strömenden Regen abbauen und alles nass einpacken (das ist das absolut Schönste beim Zelten). Gegen 10:30 Uhr war ich dann startklar (nach bestimmt einer Stunde Packen und wieder Umpacken und in Tüten packen) und habe beschlossen trotz Regen mit meinem Gepäck zurück in die Stadt zu laufen und mir erstmal ein trockenes Café zum Frühstücken zu suchen. Also wenn ich noch mal Reisen sollte, dann nur noch minimalistisch mit Rucksack und ohne Koffer. Besonders gestern im Regen war es einfach nur anstrengend zu schauen, dass irgendwie nicht alles völlig durchnässt irgendwo ankommt. Nach einer Stunde im Café habe ich mich dann weiter ins Visitor Center vorgearbeitet, in der Hoffnung irgendwo das Gepäck mal noch für ein bis zwei Stunden deponieren zu können, um noch etwas von Skagway zu sehen. Aber leider keine Chance. Also bin ich weiter durch den Regen an den Hafen ins Fährgebäude und habe da von halb zwei bis halb vier auf die Fähre gewartet. Letztendlich hatte sie dann aufgrund des Wetters noch eine Stunde Verspätung, so dass wir statt um 16:30 Uhr dann erst um 17:30 Uhr abgelegt haben. So habe ich von Skagway leider nicht allzu viel gesehen und es bleibt mir auf jeden Fall sehr nass in Erinnerung. Auch wenn es mit den riesigen Kreuzfahrtschiffen, die hier täglich anlegen, sehr touristisch ist, ist die Lage zwischen den hohen Bergen am Wasser auf jeden Fall einmalig. Skagway hat ca. 800 Einwohner (das schwankt aber je nach Jahreszeit) und wenn die Touristen von den Schiffen in den kleinen Ort strömen, dann laufen hier plötzlich mal eben 4000 Menschen durch die Straßen. 

 Die Fahrt mit der Fähre war sehr angenehm. Ich bin immer mal wieder raus um Fotos zu machen und habe die Landschaft angeschaut. Das muss man glaube ich selbst sehen und man kann das nur schwer beschreiben. Einfach endlos, hohe bewaldete Berge und Täler und auch mal einen Gletscher, den man vom Schiff aus sehen konnte. Im Wasser tauchen dann unzählige kleinen Inseln und immer wieder neue verzweigte Wasserwege auf. Die Landschaft wirkt einfach nur gewaltig nie endend.

Unsere Fähre kommt endlich an.Wir verlassen den Hafen von Skagway mit den riesen Kreuzfahrtschiffen.Oben auf den Außendeck kann man auch wieder viel gucken und Fotos machen. Viele kleine Inseln und Gletscher.

Gegen 19 Uhr sind wir dann mit etwa einstündiger Verspätung in den Hafen von Juneau eingelaufen und nachdem ich mein Gepäck wieder in Empfang genommen hatte, fand ich nach einiger Zeit dann noch zwei andere, um mir ein Taxi ins Hostel zu teilen. Der Check-in dort war recht interessant. Man zahlt 12 Dollar pro Nacht (etwa 10,50 Euro) + Chore (kleine Aufgabe). Es ist wohl das günstigste Hostel in Alaska und jeder muss pro Tag irgendwas putzen oder aufräumen, da es rein von Freiwilligen betrieben wird. Das stand auch auf der Homepage, aber bei meiner Reservierung habe ich das wohl voll übersehen. Als die beiden vor mir eingecheckt sind und das Mädel am Check-in erklärt hat, dass er den Müll leeren soll und sie die Spiegel im Bad der Frauen putzen soll, habe ich erst gedacht, dass die beiden vielleicht freiwillig helfen und nichts zahlen für die Übernachtung. Als ich dann dran war und sie meinte, dass ich das Wohnzimmer aufräumen soll, habe ich das Konzept dann auch verstanden. Eigentlich finde ich das gar nicht schlecht, so schaut jeder ein bisschen mehr, dass nicht alles dreckig und unordentlich hinterlassen wird. Nach Bett beziehen, einer warmen Dusche und ein bisschen Quatschen mit meiner Bettnachbarin lag ich dann um halb zwölf endlich im Bett. In dem Hostel ist auch nichts mit Ausschlafen. Um 9 Uhr morgens muss man raus, da sie bis 17 Uhr schließen. Also schnell schlafen, da Juneau ja Morgen zu Fuß erkundet werden will.